EN 149
EN 149:2001+A1:2009 ist die europäische Norm für filtrierende Halbmasken (FFP-Masken), die den Träger vor luftgetragenen Partikeln, Aerosolen und Rauchen schützen. Die Abkürzung FFP steht für Filtering Face Piece (Partikel).
Die Norm definiert drei Schutzklassen nach Filtrationswirksamkeit:
- FFP1: Gesamtleckage ≤22 %, Abscheidegrad ≥80 % für Partikel (NaCl und Paraffin)
- FFP2: Gesamtleckage ≤8 %, Abscheidegrad ≥94 %
- FFP3: Gesamtleckage ≤2 %, Abscheidegrad ≥99 %
FFP2-Masken gelten als vergleichbar mit dem US-Standard N95 (NIOSH), jedoch sind die Prüfmethoden nicht identisch. FFP-Masken sind PSA Kategorie III – der Hersteller benötigt zwingend eine Benannte Stelle.
EN 149 unterscheidet zwischen Einwegmasken (NR = not reusable) und wiederverwendbaren Masken (R = reusable). Die Kennzeichnung enthält: Norm, Schutzklasse, NR oder R sowie ggf. D (bestandener Dolomitprüfung).
FFP-Masken sind keine medizinischen Gesichtsmasken gemäß EN 14683. EN 149 schützt den Träger; EN 14683 schützt die Umgebung vor Tröpfchen.
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen FFP1, FFP2 und FFP3?
FFP1 scheidet ≥80 % der Partikel ab, FFP2 ≥94 % und FFP3 ≥99 %. FFP3 bietet den höchsten Schutz und wird z.B. beim Umgang mit infektiösen Aerosolen oder toxischen Stäuben eingesetzt.
Was bedeutet der Zusatz NR oder R auf einer FFP-Maske?
NR (not reusable) bedeutet Einwegmaske für eine Arbeitsschicht. R (reusable) bedeutet die Maske kann nach herstellerspezifischer Aufbereitung erneut verwendet werden. Die meisten FFP-Masken auf dem Markt sind NR.
Was ist der Unterschied zwischen EN 149 (FFP) und EN 14683 (medizinische Maske)?
EN 149 schützt den Träger vor inhalierten Partikeln und Aerosolen (PSA). EN 14683 schützt die Umgebung vor Tröpfchen und Sekreten des Trägers (Medizinprodukt). Beide Normen haben unterschiedliche Prüfmethoden und Schutzziele.
Was bedeutet das D nach der FFP-Klasse (z.B. FFP2 NR D)?
Das D zeigt an, dass die Maske den optionalen Dolomitprüfungstest nach EN 149 bestanden hat – ein Test auf Atemwiderstand und Filterwirkung nach Verstopfungssimulation. Die D-Prüfung ist freiwillig.