PE
Polyethylen (PE) ist ein weit verbreiteter thermoplastischer Kunststoff, der in der Handschuhherstellung für einfache, günstige Einmalhandschuhe eingesetzt wird.
Eigenschaften von PE-Handschuhen:
- Latexfrei: kein Naturkautschuk
- Weichmacherfrei: keine Phthalate - lebensmittelgeeignet formulierbar
- Sehr günstig in der Herstellung
- Geringe mechanische Festigkeit (keine EN-455-Anforderungen erreichbar für medizinische Handschuhe)
- Lose passend (nicht anatomisch geformt)
- Sehr geringe Barrierewirkung gegen Viren und Chemikalien
Anwendungsgebiete:
- Lebensmittelmanipulation (Buffet, Saisonale Arbeit, Supermarkt)
- Einfache Hygieneaufgaben ohne Infektionsrisiko
- Schutz vor Schmutz bei Gartenarbeit, Reinigung
- NICHT für medizinischen Patientenkontakt geeignet
Abgrenzung zu Medizinprodukten: PE-Handschuhe erfüllen in der Regel nicht die Anforderungen von EN 455 (Reißkraft, Reißdehnung, Dichtheitsanforderungen) und können daher nicht als medizinische Einmalhandschuhe vermarktet werden.
Lebensmittelgeeignetheit: PE-Handschuhe können lebensmittelgeeignet nach VO (EG) 1935/2004 formuliert werden, da sie keine Weichmacher enthalten und aus unbedenklichem Material bestehen.
Häufige Fragen
Können PE-Handschuhe im medizinischen Bereich eingesetzt werden?
Nein, für den Patientenkontakt oder medizinische Eingriffe. PE-Handschuhe erfüllen nicht die Anforderungen von EN 455 und dürfen nicht als Medizinprodukte vermarktet werden. Für Hilfsarbeiten ohne Patientenkontakt im Krankenhausbereich sind sie möglicherweise geeignet.
Sind PE-Handschuhe lebensmittelgeeignet?
PE ist inherent frei von Weichmachern und kann lebensmittelgeeignet nach VO (EG) 1935/2004 sein, wenn der Hersteller die entsprechende Konformität nachweist. Die Lebensmittelgeeignetheit muss explizit vom Hersteller erklärt und durch Migrationstests belegt werden.