EN 16350
EN 16350:2014 legt Anforderungen an die Leistung von Schutzhandschuhen fest, die elektrostatische Eigenschaften aufweisen und in explosionsgefährdeten Bereichen getragen werden. Der zentrale Prüfparameter ist der Durchgangswiderstand.
Gemäß EN 16350 muss der Durchgangswiderstand unter definierten Prüfbedingungen kleiner als 1×10⁸ Ω sein. Dieser Grenzwert stellt sicher, dass elektrostatische Ladungen sicher über den Handschuh abgeleitet werden können und keine zündungsgefährdenden Funkenentladungen entstehen.
Handschuhe nach EN 16350 werden typischerweise in Bereichen eingesetzt, in denen brennbare Gase, Stäube oder Dämpfe vorhanden sind – etwa in der Chemie-, Pharma-, Mineralöl- oder Elektronikindustrie.
EN 16350 wird häufig in Kombination mit EN 388 (mechanischer Schutz) oder EN ISO 374-1 (Chemikalienbeständigkeit) angewendet. Handschuhe müssen immer die Basisnorm EN ISO 21420 erfüllen.
Nicht zu verwechseln mit EN 1149, die elektrostatischen Schutz für Schutzkleidung (nicht Handschuhe) regelt.
Häufige Fragen
Was misst EN 16350 genau?
EN 16350 prüft den Durchgangswiderstand des Handschuhs unter definierten Bedingungen. Der Widerstand muss kleiner als 1×10⁸ Ω sein, damit elektrostatische Aufladungen sicher abgeleitet werden und keine Zündgefahr entsteht.
Was ist der Unterschied zwischen EN 16350 (Handschuhe) und EN 1149 (Kleidung)?
EN 16350 gilt für Schutzhandschuhe mit elektrostatischen Eigenschaften. EN 1149 gilt für elektrostatisch ableitfähige Schutzkleidung. Beide Normen adressieren denselben Risikotyp (elektrostatische Entladung), aber für unterschiedliche PSA-Kategorien.