EN 14126
EN 14126 ist die europäische Norm für Schutzkleidung gegen biologische Arbeitsstoffe. Sie definiert keine eigenen Bauformen, sondern erweitert die aus EN 13034 und verwandten Normen bekannten Typen 1 bis 6 um den Buchstaben B für biologische Gefahren.
Prüfverfahren und zugeordnete Expositionsarten:
- ISO 16603 und ISO 16604: Widerstand gegen Blut und Körperflüssigkeiten sowie gegen blutübertragene Krankheitserreger
- EN ISO 22610: Widerstand gegen Keimdurchtritt im feuchten Zustand bei mechanischer Beanspruchung
- EN ISO 22611: Widerstand gegen kontaminierte Flüssigkeitsaerosole
- EN ISO 22612: Widerstand gegen mikrobielle Penetration im trockenen Zustand
Jedes Verfahren führt zu einer eigenen Klasseneinstufung, die in der Kennzeichnung auszuweisen ist.
Anwendung: Schutzkleidung nach EN 14126 ist PSA der Kategorie III und wird stets in Verbindung mit EN ISO 13688 angewendet. Typische Einsatzbereiche sind Infektionsstationen, Labore und Tierseuchenbekämpfung.
Häufige Fragen
Was bedeutet der Zusatz B bei Schutzanzügen?
Das B steht für biologische Gefahren nach EN 14126. Ein Typ 4-B ist ein sprühdichter Anzug, der zusätzlich die Barriereanforderungen gegen Infektionserreger erfüllt. Ohne B ist nur der Chemikalienschutz nachgewiesen.
Welche Prüfverfahren gehören zu EN 14126?
ISO 16603 und ISO 16604 für Blut und blutübertragene Erreger, EN ISO 22610 für Keimdurchtritt im feuchten Zustand, EN ISO 22611 für kontaminierte Aerosole und EN ISO 22612 für mikrobielle Penetration im trockenen Zustand.
In welche PSA-Kategorie fällt Schutzkleidung nach EN 14126?
In Kategorie III. Infektionserreger zählen zu den Risiken mit potenziell irreversiblen Gesundheitsschäden, weshalb eine Benannte Stelle sowie eine laufende Qualitätsüberwachung erforderlich sind.