GROSSHANDEL FÜR DEN FACHHANDEL
Labor- & Chemikalienschutzhandschuhe
Als Fachhändler, der Labore, die chemische Industrie und Reinigungsbetriebe beliefert, finden Sie bei AMPri ein abgestimmtes Sortiment an Chemikalienschutz- und Nitrilhandschuhen nach EN ISO 374 – ab Lager lieferbar, mit Mengenstaffel und zu Ihren Händlerkonditionen.
✔ 30+ Jahre Erfahrung · ✔ Eigenmarken SolidSafety & Med-Comfort · ✔ ab Lager lieferbar · ✔ Mengenstaffel · ✔ ISO 9001 & 13485
CHEM LAB
CHEMIE / LABORE
Als Fachhändler für Labore, chemische Industrie und Reinigungsbetriebe finden Sie bei AMPri ein umfassendes Sortiment an Chemikalienschutzhandschuhen. Der sichere Umgang mit Säuren, Laugen, Lösemitteln und weiteren Gefahrstoffen setzt Handschuhe voraus, die nach EN ISO 374-1 geprüft und als PSA der Kategorie III nach der PSA-Verordnung (EU) 2016/425 zertifiziert sind. Die Norm unterscheidet die Leistungsstufen Typ A, Typ B und Typ C anhand der Anzahl geprüfter Prüfchemikalien und der erreichten Durchbruchzeiten.
Ein zentrales Kriterium ist die Durchbruchzeit: Sie beschreibt, wie lange ein Handschuhmaterial einer bestimmten Chemikalie standhält, bevor der Stoff die Materialschicht durchdringt. Je nach Prüfchemikalie und Materialstärke werden Schutzklassen von 1 bis 6 erreicht. Für den Laboralltag ist deshalb die Zuordnung von Handschuh und eingesetzter Chemikalie entscheidend – ein Handschuh mit hoher Beständigkeit gegen ein Lösemittel kann gegen eine Säure eine kürzere Durchbruchzeit aufweisen.
Nitril hat sich als Standardmaterial für zahlreiche Laboranwendungen etabliert. Nitrilhandschuhe bieten eine gute Beständigkeit gegen zahlreiche Chemikalien, sind frei von Naturlatexproteinen und stehen als dünne Einweg-Varianten wie als stärkere, wiederverwendbare Ausführungen zur Verfügung. Für aggressive Medien ergänzen Spezialmaterialien wie Butyl, Brom-Butyl oder Viton das Sortiment.
Neben dem Chemikalienschutz spielt in Laboren der Schutz vor Mikroorganismen eine Rolle. Handschuhe nach EN ISO 374-5 schützen vor Bakterien und Pilzen; mit dem Zusatz „VIRUS" ist zusätzlich der Schutz gegen Viren nachgewiesen. So lassen sich chemische und biologische Gefährdungen mit dem passenden Produkt gemeinsam abdecken.
Ob dünne Einweg-Untersuchungshandschuhe aus Nitril für kurze Handgriffe oder robuste, wiederverwendbare Chemikalienschutzhandschuhe für den Dauereinsatz – das AMPri Sortiment deckt beide Anwendungsfälle ab. Entdecken Sie die passenden Kategorien:
➤ Chemikalienschutzhandschuhe
➤ Nitrilhandschuhe
➤ Laborbedarf
➤ Händlerkonditionen anfragen
AMPri steht für Qualität
Seit mehr als 30 Jahren ist AMPri deutscher Hersteller von medizinischen Einwegprodukten. Gegründet im Jahr 1994, haben wir uns zu einem führenden Unternehmen in der Herstellung von Einwegprodukten entwickelt. Die Erfolgsgeschichte basiert auf klaren Werten: Beständigkeit, Qualität, Zuverlässigkeit und Verantwortung. Thomas Böhme (Firmengründer) selbst, legte den Grundstein für eine breite Produktpalette und durch konstante Investitionen in Forschung und Entwicklung. Wir haben uns als Innovator der Branche positioniert, um auf die wandelnden Bedürfnisse der Kunden einzugehen.
Die Einweghandschuhe von AMPri zeichnen sich durch Qualität, Anpassungsfähigkeit und Beständigkeit aus. Durch eine enge Zusammenarbeit mit Kunden entstehen optimale Lösungsansätze für die Weiterentwicklung unserer Produkte. Die Verbindung von Tradition und Innovation soll sicherstellen, dass wir bei AMPri, weiterhin eine führende Rolle in der Herstellung von Einwegprodukten für verschiedene Branchen einnehmen.
Am Standort Winsen (Luhe) schaffen wir mit einer Lagerfläche von ca. 15.000 m² und 15.917 Paletten Stellplätzen einen Umschlag von 48.242 Paletten pro Jahr.
Um Ihnen auch international den besten Service zu bieten, arbeiten wir mit exklusiven AMPri Partnern zusammen. Sie profitieren durch unser Netzwerk von schnellen Lieferzeiten und günstigen Frachtpreisen mit einem Ansprechpartner vor Ort. Kontaktieren Sie uns!
Das bieten unsere Chemie und Laborhandschuhe
je nach Ausführung
- Chemikalienschutz und Schutz vor Mikroorganismen
gemäß EN 374 - Lebensmitteleignung
gemäß Verordnung (EG) 1935/2004 - Schutz als PSA Kategorie II oder III
(Persönliche Schutzausrüstung) gemäß Verordnung (EU) 2016/425 - Mechanische Beständigkeit und Schnittschutz
gemäß EN 388 - Kälteschutz
gemäß EN 511 - Hitzeschutz
gemäß EN 407 - Sanitized Ausstattung: Dank spezieller Hygienebehandlung hemmt der Schutzhandschuh Bakterien und verhindert so eine starke Geruchsbildung im Handschuh
- Touchscreenfähig
LABOR
Schutzhandschuhe im Laboralltag
Im Labor gehören Handschuhe zur Grundausstattung jedes Arbeitsplatzes. Ob in der analytischen Chemie, in der Mikrobiologie, in Forschungs- und Entwicklungslaboren oder in der Qualitätskontrolle – die Beschäftigten kommen mit einer Vielzahl von Stoffen in Kontakt, die die Haut reizen, schädigen oder über die Haut aufgenommen werden können. AMPri unterstützt den Fachhandel dabei, für jede Laborsituation den passenden Handschuh bereitzustellen.
Für kurze Handgriffe, das Pipettieren oder das Ansetzen von Verdünnungen kommen häufig dünne Einweg-Nitrilhandschuhe zum Einsatz. Sie bieten hohen Tastsinn und werden nach Gebrauch entsorgt, sodass keine Verschleppung zwischen Proben entsteht. Für längeren Kontakt mit Chemikalien, etwa beim Umfüllen von Lösemitteln oder beim Reinigen von Geräten, eignen sich stärkere, wiederverwendbare Chemikalienschutzhandschuhe mit definierten Durchbruchzeiten.
Neben der chemischen Beständigkeit sind im Labor Passform und Tragekomfort wichtig. Handschuhe nach EN ISO 21420 erfüllen die allgemeinen Anforderungen an Schutzhandschuhe, dazu zählen Angaben zu Größen, Fingerfertigkeit und Unbedenklichkeit des Materials. Eine gute Passform reduziert Ermüdung und erhält die Feinmotorik, was gerade bei präzisen Arbeiten am Labortisch zählt.
Auch die Kennzeichnung spielt eine Rolle: Chemikalienschutzhandschuhe der Kategorie III tragen das CE-Zeichen mit der Nummer der geprüften Stelle sowie die Piktogramme der erfüllten Normen. Für den Fachhandel bedeutet das eine klare Argumentationsgrundlage gegenüber Laborkunden, die ihre Gefährdungsbeurteilung dokumentieren müssen. AMPri liefert die zugehörigen Datenblätter und Konformitätsunterlagen mit.
CHEMIKALIENSCHUTZ
EN ISO 374 – Typ A, B und C verstehen
Die Norm EN ISO 374-1 regelt den Schutz vor gefährlichen Chemikalien und teilt Chemikalienschutzhandschuhe in drei Leistungstypen ein. Grundlage ist eine Liste definierter Prüfchemikalien, die jeweils mit einem Buchstaben gekennzeichnet sind. Für jede Prüfchemikalie wird die Durchbruchzeit gemessen und in eine Schutzklasse von 1 bis 6 übersetzt. Erst ab einer Durchbruchzeit von mindestens 30 Minuten (Klasse 2) gilt eine Chemikalie als bestanden.
Typ A steht für den höchsten Anspruch: Der Handschuh hält mindestens sechs Prüfchemikalien jeweils mindestens 30 Minuten stand. Typ B weist die Beständigkeit gegen mindestens drei Prüfchemikalien nach, Typ C gegen mindestens eine. Die auf dem Handschuh und der Verpackung angegebenen Buchstaben zeigen, gegen welche konkreten Stoffe der Schutz nachgewiesen wurde – etwa A für Methanol, K für Natriumhydroxid oder L für Schwefelsäure.
Für die Auswahl im Labor bedeutet das: Nicht der Typ allein entscheidet, sondern die Frage, ob die konkret eingesetzte Chemikalie zu den geprüften Stoffen gehört. Ein Typ-A-Handschuh kann gegen einen nicht getesteten Stoff schlechter abschneiden als ein Typ-C-Handschuh, der genau für diesen Stoff geprüft wurde. Die Kombination aus Prüfchemikalie und Durchbruchzeit ist daher der Schlüssel zur richtigen Wahl.
Chemikalienschutzhandschuhe sind PSA der Kategorie III und unterliegen der PSA-Verordnung (EU) 2016/425. Das bedeutet eine Baumusterprüfung durch eine benannte Stelle sowie eine laufende Überwachung der Produktion. AMPri stellt dem Fachhandel die zugehörigen Konformitätserklärungen und Prüfdaten bereit, damit Laborkunden ihre Gefährdungsbeurteilung belastbar dokumentieren können.
MATERIAL
Nitril und Spezialmaterialien im Chemikalienschutz
Kein Handschuhmaterial verhält sich gegenüber allen Chemikalien gleich. Wie ein Werkstoff einer Chemikalie standhält, hängt vom Zusammenspiel aus Material, Materialstärke und dem konkreten Stoff ab und wird über die Durchbruchzeit nach EN ISO 374-1 beschrieben. Nitril (Acrylnitril-Butadien-Kautschuk) ist im Labor ein häufig eingesetzter Werkstoff, der eine gute mechanische Festigkeit mit einem breiten Prüfspektrum verbindet. Nitril ist zudem frei von den Proteinen des Naturlatex und daher auch bei Latexunverträglichkeit eine Option.
Für dünne Einweg-Anwendungen bietet Nitril einen hohen Tastsinn bei kurzem Kontakt. Bei stärkerer Materialdicke und als wiederverwendbarer Handschuh steigen die Durchbruchzeiten, sodass sich Nitril je nach Prüfergebnis auch für längeren Chemikalienkontakt einsetzen lässt. AMPri führt Nitrilhandschuhe der Eigenmarken SolidSafety und Med-Comfort in verschiedenen Stärken, Längen und Farben.
Für Anwendungen, bei denen Nitril an seine Grenzen kommt, stehen Spezialmaterialien wie Butyl, Brom-Butyl und Viton (Fluorkautschuk) zur Verfügung, die für andere Stoffgruppen ausgelegt sind. Häufig werden solche Materialien in mehrschichtigen Handschuhen kombiniert, um ein breiteres Prüfspektrum abzudecken. Welches Material für einen konkreten Stoff in Frage kommt, ist stets anhand der geprüften Prüfchemikalien nach EN ISO 374-1, des technischen Datenblatts und der dort ausgewiesenen Durchbruchzeit im Einzelfall zu prüfen.
Die Auswahl orientiert sich immer an den Beständigkeitstabellen des Herstellers und den geprüften Prüfchemikalien nach EN ISO 374-1. Für den Fachhandel ist es hilfreich, Laborkunden die Zuordnung von eingesetztem Stoff zu Material und Durchbruchzeit zu erläutern. AMPri stellt die dafür notwendigen technischen Datenblätter bereit.
MIKROORGANISMEN
Schutz vor biologischen Gefährdungen (EN ISO 374-5)
In vielen Laboren treten chemische und biologische Gefährdungen gemeinsam auf. In mikrobiologischen Laboren, in der medizinischen Diagnostik oder in der Lebensmittelanalytik kommen die Beschäftigten mit Bakterien, Pilzen und Viren in Kontakt. Für diesen Fall regelt die Norm EN ISO 374-5 den Schutz von Handschuhen vor Mikroorganismen.
Ein Handschuh, der nach EN ISO 374-5 geprüft ist, schützt nachgewiesen vor Bakterien und Pilzen. Trägt der Handschuh zusätzlich den Vermerk „VIRUS" unterhalb des Piktogramms, wurde nach einem gesonderten Prüfverfahren (Penetration durch synthetische Blutersatzflüssigkeit mit Bakteriophagen) auch der Schutz gegen Viren belegt. Dieser Zusatz ist gerade in der Diagnostik und bei der Arbeit mit potenziell infektiösem Material relevant.
Handschuhe können mehrere Normen gleichzeitig erfüllen. Ein Nitrilhandschuh kann sowohl nach EN ISO 374-1 gegen Chemikalien als auch nach EN ISO 374-5 gegen Mikroorganismen geprüft sein. Für den Einsatz in Untersuchungssituationen sind zahlreiche Nitrilhandschuhe zusätzlich als Medizinprodukt nach der MDR (EU) 2017/745 und als Untersuchungshandschuh nach EN 455 zertifiziert – so lassen sich Doppelfunktionen abdecken.
Für die Auswahl im Labor bedeutet das: Prüfen Sie mit Ihren Kunden, welche Gefährdungen am Arbeitsplatz zusammenkommen, und wählen Sie einen Handschuh, der die jeweils erforderlichen Normen kombiniert. AMPri kennzeichnet die zutreffenden Normen und Piktogramme in den Produktunterlagen und unterstützt den Fachhandel bei der Zuordnung.
EINWEG ODER MEHRWEG
Die richtige Wahl für Ihr Labor
Ob Einweg- oder Mehrweghandschuh die bessere Wahl ist, hängt von der konkreten Tätigkeit ab. Beide Varianten haben im Labor ihre Berechtigung, und häufig werden sie parallel vorgehalten. Die Entscheidung richtet sich nach Kontaktdauer, Art der Chemikalie, gewünschtem Tastsinn und dem Risiko einer Verschleppung zwischen Proben.
Einweg-Nitrilhandschuhe eignen sich für kurze, wechselnde Handgriffe: Pipettieren, Wägen, Ansetzen von Lösungen oder das Handling von Probengefäßen. Ihr Vorteil liegt im hohen Tastsinn und darin, dass nach jedem Arbeitsschritt frische Handschuhe angelegt werden können. So wird eine Übertragung von Substanzen zwischen Proben vermieden. Für den kurzzeitigen Spritzschutz gegen zahlreiche Chemikalien reichen diese Handschuhe aus, sofern die Prüfchemikalie abgedeckt ist.
Wiederverwendbare Chemikalienschutzhandschuhe sind stärker und erreichen deutlich längere Durchbruchzeiten. Sie werden dort eingesetzt, wo längerer oder intensiver Kontakt mit Chemikalien besteht – beim Umfüllen größerer Mengen, beim Reinigen von Apparaturen oder im Umgang mit aggressiven Medien. Ihre größere Materialstärke verringert den Tastsinn, bietet dafür aber einen höheren mechanischen Schutz nach EN 388.
Für den Fachhandel lohnt es sich, Laborkunden beide Wege aufzuzeigen: dünne Einweg-Nitrilhandschuhe für die tägliche Feinarbeit und robuste Mehrweg-Chemikalienschutzhandschuhe für den intensiven Kontakt. AMPri hält beide Kategorien ab Lager bereit und liefert die passenden Gebindegrößen für den Wiederverkauf.
FÜR DEN FACHHANDEL
Sortiment und Konditionen für Labor- und Industriehändler
AMPri ist Großhandelspartner für Fachhändler und Wiederverkäufer, die Labore, die chemische Industrie und Reinigungsbetriebe beliefern. Seit über 30 Jahren entwickeln und vertreiben wir Schutz- und Einmalhandschuhe und führen mit SolidSafety und Med-Comfort eigene Marken, die auf den professionellen Einsatz ausgelegt sind.
Für den Wiederverkauf bieten wir ein aufeinander abgestimmtes Sortiment: dünne Einweg-Nitrilhandschuhe für die Feinarbeit, wiederverwendbare Chemikalienschutzhandschuhe nach EN ISO 374-1 sowie ergänzende Produkte für den Laborbedarf. Die gängigen Artikel sind ab Lager lieferbar, sodass Sie kurzfristig auf Anfragen Ihrer Laborkunden reagieren können.
Als Großhandel unterstützen wir Sie mit Mengenstaffeln, abgestimmten Gebindegrößen und den zugehörigen technischen Unterlagen. Unser Qualitätsmanagement ist nach ISO 9001 und ISO 13485 zertifiziert; die Untersuchungshandschuhe erfüllen die Anforderungen der MDR (EU) 2017/745, die Chemikalienschutzhandschuhe die der PSA-Verordnung (EU) 2016/425. So erhalten Sie und Ihre Kunden eine belastbare Grundlage für die Dokumentation.
Sie möchten Ihr Sortiment im Bereich Labor und Chemikalienschutz ausbauen oder benötigen ein individuelles Angebot? Sprechen Sie uns an – wir erstellen Ihnen gern ein auf Ihren Bedarf zugeschnittenes Angebot mit Ihren Händlerkonditionen.
AUSWAHLHILFE
Den passenden Chemikalienschutzhandschuh eingrenzen
Die richtige Handschuhwahl beginnt immer mit der Frage nach dem konkreten Stoff. Die folgenden Leitfragen helfen Ihnen und Ihren Laborkunden, das passende Produkt einzugrenzen. Eine verbindliche Aussage zur Eignung für einen bestimmten Stoff ergibt sich stets erst aus dem technischen Datenblatt und der dort ausgewiesenen Durchbruchzeit.
Welche Chemikalie wird eingesetzt? Klären Sie zuerst den genauen Stoff. Die Beständigkeitstabelle des Herstellers zeigt, gegen welche Prüfchemikalien nach EN ISO 374-1 der Handschuh geprüft ist und welche Durchbruchzeit dabei erreicht wurde. Ob ein Handschuh für den konkret eingesetzten Stoff geeignet ist, ist im Einzelfall anhand von Datenblatt und Durchbruchzeit zu prüfen.
Wie lange dauert der Kontakt? Für kurze, wechselnde Handgriffe genügen häufig dünne Einweg-Nitrilhandschuhe. Bei längerem oder wiederholtem Kontakt sind stärkere, wiederverwendbare Chemikalienschutzhandschuhe mit höherer Durchbruchzeit die bessere Wahl. Maßgeblich ist, dass die ausgewiesene Durchbruchzeit die geplante Kontaktdauer übersteigt.
Um welche Stoffgruppe handelt es sich? Verschiedene Materialien wie Nitril, Butyl, Brom-Butyl oder Viton sind für unterschiedliche Stoffgruppen ausgelegt. Welcher Werkstoff für den konkreten Stoff in Frage kommt, entnehmen Sie den nach EN ISO 374-1 geprüften Prüfchemikalien und dem technischen Datenblatt – eine pauschale Eignung für einen benannten Stoff kann nicht zugesichert werden.
Kommen biologische Gefährdungen hinzu? Wird zusätzlich mit Mikroorganismen gearbeitet, wählen Sie einen Handschuh, der neben EN ISO 374-1 auch nach EN ISO 374-5 geprüft ist – mit dem Zusatz „VIRUS" auch gegen Viren.
Ist eine Untersuchungsfunktion nötig? Soll der Handschuh zugleich als Medizinprodukt dienen, achten Sie auf die Zertifizierung nach MDR (EU) 2017/745 und EN 455. Zahlreiche Nitrilhandschuhe erfüllen mehrere dieser Anforderungen zugleich.
NORMEN
Normen für Chemikalienschutzhandschuhe
Die folgende Übersicht fasst die wichtigsten Normen zusammen, die für Chemikalienschutz- und Laborhandschuhe relevant sind, und ordnet ihnen typische Einsatzbereiche zu.
| Norm | Inhalt | Einsatzbereich |
|---|---|---|
| EN ISO 21420 | Allgemeine Anforderungen an Schutzhandschuhe | Basisnorm für alle Handschuhe |
| EN ISO 374-1 | Schutz vor Chemikalien, Typ A/B/C, Cat III | Labor, Lösemittel, Säuren |
| EN ISO 374-5 | Schutz vor Mikroorganismen (Bakterien, Pilze, mit „VIRUS" auch Viren) | Biolabor, Diagnostik |
| EN 388 | Schutz vor mechanischen Risiken | Handling, Glasbruch |
FAQ
Häufig gestellte Fragen zu Labor- und Chemikalienschutzhandschuhen
Hier finden Sie kompakte Antworten auf die häufigsten Fragen aus dem Beratungsalltag – ideal für Sie als Fachhändler und Ihre Kunden.